Biographie



Kurzbiographie

Tom Tykwer (geboren am 23.05.1965) ist ein deutscher Filmregisseur, Drehbuchautor, Filmkomponist und Produzent.

1985 zog er von seiner Heimatstadt Wuppertal nach Berlin, begann ein Philosophiestudium und jobbte in Programmkinos als Filmvorführer. 1988 übernahm er die Programmgestaltung des Berliner „Moviemento“ Kinos, das er bis Ende der 90er Jahre leitete.

1994 gründete Tykwer gemeinsam mit Stefan Arndt, Wolfgang Becker und Dani Levy die Produktionsfirma X Filme Creative Pool GmbH. Seine bisherige Filmographie enthält u.a. DIE TÖDLICHE MARIA (1993), WINTERSCHLÄFER (1997), LOLA RENNT (1998), DER KRIEGER UND DIE KAISERIN (2000), HEAVEN (2002), DAS PARFUM – DIE GESCHICHTE EINES MÖRDERS (2006), THE INTERNATIONAL (2009), DREI (2010), CLOUD ATLAS (2012) und A HOLOGRAM FOR THE KING (2015).

In 2008 gründete er gemeinsam mit seiner Frau Marie Steinmann-Tykwer den gemeinnützigen Verein One Fine Day e.V., der Kunsterziehungs- und Weiterbildungsprojekte mit Jugendlichen Ostafrika, insbesondere Kenia, fördert. Aus diesem Verein ging die Produktionsfirma One Fine Day Films hervor, die seit 2009 aus ihren Workshops abendfüllende Spielfilmprojekte entwickelt, darunter SOUL BOY (2010), NAIROBI HALF LIFE (2012), SOMETHING NECESSARY (2013), VEVE (2014) und KATI KATI (2015).

Außerhalb seines Engagements als Autor, Regisseur, Produzent und Komponist bei deinen eigenen Filmen, wirkte Tykwer als Filmproduzent bei ABSOLUTE GIGANTEN (1999, Regie: Sebastian Schipper), LAUTLOS (2004, Regie: Mennan Yapo), EIN FREUND VON MIR (2006, Regie: Sebastian Schipper) und DAS HERZ IST EIN DUNKLER WALD (2007, Regie: Nicolette Krebitz) mit.

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Tom Tykwer (geboren am 23.05.1965) ist ein deutscher Filmregisseur, Drehbuchautor, Komponist und Produzent.

1985 zog er von seiner Heimatstadt Wuppertal nach Berlin, begann ein Philosophiestudium an der FU Berlin und jobbte in Programmkinos als Filmvorführer. 1988 übernahm er die Programmierung der Berliner „Moviemento“-Kinos und hielt sich gleichzeitig mit Drehbuch-Lektoraten und der Erstellung von TV-Porträts verschiedener Regisseure über Wasser. In dieser Zeit begegnete er auch dem Kameramann Frank Griebe, mit dem er bis heute bei nahezu allen Filmprojekten zusammenarbeitet.

Nach den beiden Kurzfilmen BECAUSE (1990) und EPILOG (1992) entstand 1993 mit DIE TÖDLICHE MARIA Tykwers erster abendfüllender Spielfilm. Der Film wurde auf den Hofer Filmtagen 1993 uraufgeführt und ging danach auf Weltreise bei mehr als 60 Filmfestivals. Unter den Darstellern finden sich mit Nina Petri, Sepp Bierbichler und Joachim Król gleich mehrere Akteure, die wiederholt mit Tykwer arbeiten sollten.

1994 gründete Tykwer gemeinsam mit Stefan Arndt, Wolfgang Becker und Dani Levy die Produktionsfirma X Filme Creative Pool GmbH. Stefan Arndt, der auch schon DIE TÖDLICHE MARIA mitproduziert hatte, sollte gemeinsam mit Co-Geschäftsführerin Maria Köpf ein langjähriges Produzententeam für Tom Tykwer bilden.

Mit Wolfgang Becker schrieb Tykwer 1995/96 gemeinsam das Drehbuch zu DAS LEBEN IST EINE BAUSTELLE, bevor er schließlich seinen eigenen zweiten Kinofilm, WINTERSCHLÄFER (1997), inszenierte. Unter den vielen neuen Begegnungen, die dieser Film mit sich brachte, befand sich auch der Sound Designer und Mischtonmeister Matthias Lempert, der seither jeden von Tykwers Filmen in der Tonbearbeitung betreut.

1998 folgte LOLA RENNT, mit dem X Filme erstmals auch im Ausland große Erfolge feiern konnte. Trotz oder vielleicht gerade wegen seiner ungewöhnlichen Erzählstruktur wurde aus LOLA RENNT der erfolgreichste deutsche Film des Jahres – und bis heute konnten weltweit mehr als 30 Preise und Auszeichnungen gewonnen werden.

Tykwers vierter Film DER KRIEGER UND DIE KAISERIN (2000), bei dem er erneut mit der Hauptdarstellerin aus LOLA RENNT, Franka Potente, zusammenarbeitete, wurde zum gelungenen Einstand der neu gegründeten X Verleih AG. Der Film markiert auch die jeweils zweite gemeinsame Arbeit von Tykwer mit der Cutterin Mathilde Bonnefoy sowie dem Szenenbildner Uli Hanisch. Mit beiden entwickelte sich über die Jahre eine intensive kreative Verbindung.

2002 folgte mit HEAVEN der erste englischsprachige Film Tykwers – basierend auf einem Drehbuch des polnischen Filmemachers Krzysztof Kieslowski. Von X Filme in Koproduktion mit Miramax hergestellt und mit Cate Blanchett und Giovanni Ribisi in den Hauptrollen besetzt, eröffnete HEAVEN 2002 die Internationalen Filmfestspiele von Berlin.

Im August 2002 drehte Tykwer dann mit Natalie Portman und Melchior Beslon den Kurzfilm TRUE, der Teil des Kompilationsprojektes PARIS, JE T’AIME ist, bei dem unterschiedliche Regisseure jeweils eine kurze Liebesgeschichte in einem der 20 Pariser Arrondissements erzählen.

Nach fast vierjähriger Vorbereitung kam im September 2006 Tykwers bislang aufwändigster Film DAS PARFUM – DIE GESCHICHTE EINES MÖRDERS in die Kinos. Die von Bernd Eichinger produzierte Verfilmung von Patrick Süskinds Weltbestseller - mit Ben Whishaw, Dustin Hoffman, Alan Rickman und Rachel-Hurd Wood in den Hauptrollen - wurde trotz kontroverser Reaktionen in der Presse zu Tykwers größtem Kassenerfolg: Der Film führte mehrere Wochen die internationalen Kinocharts an und entwickelte sich besonders in Europa, Asien und Südamerika zu einem Blockbuster.

Im September 2007 begannen die Dreharbeiten zu dem Polit-Thriller THE INTERNATIONAL, bei dem Tykwer erstmals mit einem Hollywood-Studio (Columbia Pictures) zusammen arbeitete. Der Film wurde überwiegend in Tykwers Wahlheimat Berlin realisiert; weitere Drehorte waren Istanbul, Mailand und New York. THE INTERNATIONAL (in den Hauptrollen: Clive Owen und Naomi Watts) eröffnete 2009 die 59. Internationalen Filmfestspiele Berlin.

In 2008 gründete er gemeinsam mit seiner Frau Marie Steinmann-Tykwer den Verein One Fine Day e.V., der Kunsterziehungs- und Weiterbildungsprojekte mit Jugendlichen in Ostafrika, insbesondere Kenia, fördert. Aus diesem Verein ging die Produktionsfirma One Fine Day Films hervor; mit dieser betreute Tykwer schließlich die aus den Intensiv-Workshops entwickelten Spielfilmprojekte SOUL BOY (2010, Regie Hawa Essuman), NAIROBI HALF LIFE (2012, Regie Tosh Gitonga), SOMETHING NECESSARY (2013, Regie: Judy Kibinge), und VEVE (2014, Regie: Simon Mukali).

Für Alexander Kluges mehrteiliges DVD-Projekt zu Karl Marx’ „Das Kapital“ realisierte Tykwer im September 2008 den Kurzfilm DER MENSCH IM DING. Im Oktober 2008 folgten die Dreharbeiten zu FEIERLICH REIST, einem Kurzfilmbeitrag zu dem Kompilationsfilmprojekt DEUTSCHLAND 09, der während der Berlinale 2009 uraufgeführt wurde.

Tom Tykwers folgender Film, DREI, eine Tragikomödie mit Sophie Rois, Sebastian Schipper und Devid Striesow in den Hauptrollen, entstand im Spätherbst 2009. Der Film wurde fast ausschließlich in Berlin gedreht und ist wieder eine Produktion von X Filme Creative Pool GmbH (Produzent: Stefan Arndt). Der Film wurde nach seiner Premiere auf den Filmfestspielen in Venedig im Dezember 2010 vom X Verleih in die deutschen Kinos gebracht.

CLOUD ATLAS ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von David Mitchell, die Tykwer gemeinsam mit den Matrix- Machern Lana & Andy Wachowski realisierte. Der Film, mit Tom Hanks, Halle Berry und Jim Broadbent in den Hauptrollen, kam im November 2012 in die deutschen Kinos. Er ist eine internationale Koproduktion von Cloud Atlas Productions, X Filme Creative Pool GmbH und Anarchos Productions.

Sein jüngster Film A HOLOGRAM FOR THE KING handelt von dem gescheiterten Amerikanischen Geschäftsmann Alan Clay, gespielt von Tom Hanks, der sich vor seinem finanziellen Bankrott bewahren will und zusammen mit einem kleinen Arbeitsteam nach Saudi-Arabien reist, um dem König eine rettende Idee aus der IT- Branche vorzustellen. Der Film ist eine Playtone, X Filme Creative Pool, Primedian Produktion und wird im Herbst 2015 in die Kinos kommen.

Außerhalb seines Engagements als Autor, Regisseur, Produzent und Komponist bei deinen eigenen Filmen, wirkte Tykwer als Filmproduzent bei ABSOLUTE GIGANTEN (1999, Regie: Sebastian Schipper), LAUTLOS (2004, Regie: Mennan Yapo), EIN FREUND VON MIR (2006, Regie: Sebastian Schipper) und DAS HERZ IST EIN DUNKLER WALD (2007, Regie: Nicolette Krebitz) mit.